Homestory Familie K...

Homestory Familie K...

Ein Einblick in den Alltag von Familie K….
…über Hürden in Corona Zeiten und Erfolge dank eines Pflegeberaters

Mein Mann hat verschiedene Krankheiten, vor 12 Jahren hat
er einen Stent am Herzen bekommen und später kamen noch drei
Bypässe dazu. Zusätzlich ist er Diabetiker, hat Probleme mit
der Wirbelsäule, da Narben auf seine Nerven drücken, wodurch
er starke Schmerzen hat und schlecht läuft. Gegen die starken
Schmerzen nimmt er Morphin. Früher lief er immer am Stock,
doch das Laufen wurde immer schlechter. Deshalb gab es dann
irgendwann einen Rollator. Allerdings hat er nicht das
Kassengestell, sondern wir haben im Internet einen
bestellt. Zuerst wollte er den nicht, da es hieß, wer
einen Rollator hat, ist alt. Ich habe lange auf ihn
eingeredet, ohne Erfolg. Der Betreuer brauchte für
die Überzeugung nur wenige Minuten. Mittlerweile ist mein
Mann sehr froh über seinen Rollator und so viel flexibler
als vorher.

 

Wir sind froh über die Unterstützung unseres Pflegeberaters.
Dank der Vermittlung des Betreuers kann ich meine Sorgen mit
dem Betreuer teilen.

Bei schönem Wetter gehe ich dann meistens einkaufen
und mein Mann und der Pfleger gehen eine Runde spazieren.

Das Einkaufen oder Wahrnehmen von Terminen kann ich ohne
Zeitdruck erledigen. Bei schlechtem Wetter setzen wir uns
zusammen und spielen ein Spiel. Die beiden sind ein sehr
gutes Team.

Leider kann uns unser Pflegeberater in der aktuellen Situation nicht unterstützen. Wir müssten bei
Treffen dann alle einen Mundschutz tragen und da mein Mann schlecht hört, würde er noch weniger
verstehen. Allerdings fragt mein Mann immer mal wieder nach, wann sein Pflegeberater endlich
wiederkommt. Außerdem ruft dieser häufig an und fragt ob wir noch etwas brauchen, dann würde er es für uns erledigen.

Hätte mir jemand vor einem halben Jahr erzählt, dass wir irgendwann mal ohne Mundschutz nicht in
einen Supermarkt kommen, hätte ich das nicht geglaubt. Anfangs gingen mein Mann und ich sehr
locker damit um, wir sind ohne Mundschutz und Handschuhe einkaufen gegangen. Man hatte keinen
Durchblick, da es zu viele Informationen von verschiedenen Kritikern und Virologen gab.

Als es dann aber die bundesweite Unterstützung der Bundeswehr gab, hat sich in meinem Kopf ein
Schalter umgelegt und da habe ich den Ernst der Lage wahrgenommen. Ab diesem Zeitpunkt waren wir
drei Wochen lang zu Hause und haben das Haus nicht mehr verlassen. Alle waren sehr hilfsbereit,
unsere Tochter und ihr Mann, die Nachbarn, alle fragten ob sie für uns einkaufen können oder uns
zu Arztterminen fahren können. In der ersten Woche ging es meinem Mann nicht sehr gut. Da er
dement ist, braucht er einen geregelten Tagesablauf und den hatten wir nicht mehr.

Um ein Stück Alltag zurück zu bekommen, haben wir in Woche zwei und drei Spiele gespielt, sind bei
schönem Wetter auf den Balkon gegangen oder haben Fernsehen geschaut. Mittlerweile gehen wir
gegenüber im Park spazieren und einkaufen. Dabei wartet mein Mann aber draußen und natürlich halten wir alle Schutzmaßnahmen ein. Ich brauche auch die Bewegung, da ich sonst dicke Beine bekomme. Da ich Schneiderin bin, habe ich angefangen, nachmittags für ein zwei Stunden, Mund- und Nasenmasken zu nähen. Am schlimmsten war es, dass wir unsere Familie nicht sehen durften.

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