Mobilität im Alter

Bewegung ist wichtig für die Heilung

Nach wie vor propagieren viele Menschen, dass Schonung und Liegen im Krankheitsfall die beste Medizin sei. Aber auch die beste Medizin taugt nichts, wenn von ihr Gefahr für die Betroffenen ausgeht. So beginnt bei älteren Menschen bereits nach 24 Stunden Liegen ein körperlicher Abbau. Es kommt beispielsweise zu Defiziten im Bereich der Atmung, des Blutvolumens, der Gelenke und vor allem der kognitiven Leistung.
Insofern muss allen an der Pflege beteiligten Personen bewusst sein, welchen Stellenwert in unserem täglichen Tun und Handeln die Bewegung hat bzw. haben muss. Besonders ältere Patienten sollten im Fokus der Bewegungsförderung stehen. Der Transfer von Patienten in den Rollstuhl und an einen Tisch ist keine Mobilisation und noch weniger eine Bewegungsförderung.

Primär sollte unser Augenmerk beim Patienten auf dem Training von Muskulatur, Kreislauf und Geist liegen, damit dieser das Bett verlässt.

Bleiben Sie gesund – Fördern Sie die Bewegung

Die Wichtigkeit von regelmäßigen Bewegungsübungen kann nicht oft genug betont werden. Der Alterungsprozess kann verlangsamt und Komplikationen vermieden werden. Dementsprechend sollten Bewegungsübungen konsequent durchgeführt werden. Art und Ausdauer dieser Übungen richten sich nach der körperlichen Konstitution des Patienten. Es sollte auch über die Versorgung mit Mobilitätshilfen nachgedacht werden. Häufig reicht schon ein Stock oder eine Gehhilfe aus. Solche Mobilitätshilfen sollten vom Patienten ausprobiert werden. Es gibt ein großes Angebot, so dass die Bedürfnisse jedes Patienten gedeckt werden können.

Körperliche Mobilität fängt im Kopf an

Auch die geistige Anregung eines Patienten sollte weiter gefördert werden, denn sie fördern das Selbstwertgefühl. Gespräche, Fernsehen, Zeitung lesen oder das Ausüben von Hobbies etc. dienen dem geistigen Fitbleiben. Häufig können Patienten aufgrund einer Sehschwäche nicht mehr lesen oder fernsehen. In diesem Fall kann dem Patienten auf Wunsch vorgelesen werden. Auch das Hören von Hörspielen bietet dem Patienten ausreichende Anregung.